Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.Nachl. Lehmann, L. 3,106
Druck: Lilli Lehmann, Mein Weg, Leipzig 1913, S. 73

V.H.1, den 10. März 1843.

Hochgeehrtes Fräulein.

In Anerkennung Ihres schönen und in Deutschland so seltenen Talentes, der Virtuosität auf der Harfe, bitte ich, die beifolgenden Duette für Harfe und Violine2 als ein Andenken an den Komponisten freundlichst annehmen zu wollen. Möchten dieselben Ihnen eine Veranlassung sein, mich und andere recht bald einmal wieder Ihr schönes Talent bewundern zu lassen!

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ergebenster
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Sonaten, Vl Hf, op. 113
Spohr, Louis : Sonaten, Vl Hf, op. 114
Spohr, Louis : Sonaten, Vl Hf, op. 115
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1843031014

http://bit.ly/2ah5aRA

Spohr



Dem Inhalt nach entstand dieser Brief vor Loews Festanstellung als Sängerin am Kasseler Theater. Am Ende Ihres Engagements stellte ihr Spohr am 12.04.1847 ein Zeugnis aus.

[1] Abk. f. „Von Hause“.

[2] Dem Druck zufolge soll es sich um für Marie Loew entstandene Kompositionen handeln. Näher liegen freilich die bereits in Gotha entstandenen, aber erst ab 1841 bei Schuberth in Hamburg gedruckten Duos op. 113-115.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht ander angegeben: Karl Traugott Goldbach (18.07.2016). [Ursprünglich nach dem Druck ediert, am 21.06.2018 nach dem Digitalisat des Autografs korrekturgelesen.]