Autograf: Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (D-BNu), Sign. Autogr.
Inhaltsangabe: Folker Göthel, Thematisch-bibliographisches Verzeichnis der Werke von Louis Spohr, Tutzing 1981, S. 508

Herren
Friedlein & Hirsch
Leipzig.1


Cassel den 31sten
August 1842.

Hochgeehrte Herren,

Wenn Herr Friese2 gegen die Aufnahme des genannten Liedes von mir, in Ihrem Arion3 nichts einzuwenden hat, so kann ich mich um so weniger dagegen erklären, da das Lied ursprünglich für das Album komponirt war, welches Herr Mendelssohn seiner Braut schenkte4 und dieser daher eigentlich nur darüber zu disponiren hat. Da Herr Mendelssohn aber selbst die Veranlassung war, daß das Lied mit meiner Zustimmung veröffentlicht wurde5, so wird auch diesem zweiten Abdruck kein Hinderniß von seiner Seite entgegenstehen.
Hochachtungsvoll

ergebenster
Louis Spohr.

Erwähnte Personen: Friese, Robert
Mendelssohn Bartholdy, Cécile
Mendelssohn Bartholdy, Felix
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Lieder, Singst Kl, op. 139
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1842083126

http://bit.ly/2QpdeFG

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Friedlein & Hirsch an Spohr.

[1] Rechts neben dem Adressfeld befindet sich von anderer Hand der Empfangsvermerk des Verlags: „Kassel, 31. Aug. / 2. Sept. / Spohr.“

[2] Robert Friese war ab 1837 Verleger der Neuen Zeitschrift für Musik und gab auch heraus: Sammlung von Musik-Stücken alter und neuer Zeit, als Zulage zur Neuen Zeitschrift für Musik, H. 1, Leipzig [1838], hier Spohrs Lied „Was mir wohl übrig bliebe“ (später aufgenommen in op. 139) auf S. 11f.

[3] Erschienen in Arion. Sammlung auserlesener Gesangstücke mit Begleitung des Pianoforte, Bd. 10, Leipzig [1843].

[4] Vgl. Felix Mendelssohn Bartholdy an Spohr, 24.11.1836.

[5] Vgl. Robert Schumann an Spohr, 21.11.1837 und Spohr an Schumann, 26.11.1837.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (08.11.2018).