Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.ep. Spohr-Correspondenz 2,134

Hamburg den 9ten July 1842

Geschätzter Freund

Mr Broadley für den Sie seinen Psalm in Musik gesetzt haben wünscht die Orgel Begleitung desselben für Orchester bearbeitet. Er hatte deswegen eine Unterredung mit mir und wollte gern wissen ob er diese Arbeit billigerweise von Ihnen erwarten dürfte. Ich sagte ihm daß er Ihnen nicht weniger als 10 Guineen dafür anbieten dürfte. Er geht darin ein und ich habe das Vergnügen Ihnen den Vorschlag in seinem Nahmen zu machen.
Ihrem letzten Schreiben zufolge war es zweifelhaft ob Sie selbst Ihr neuestes Oratorium diesen Herbst in England aufführen werden jetzt heißt es daß die Schwierigkeiten beseitigt seyen
Ich bedaure unendlich daß im günstigsten Falle mir der Hochgenuß versagt wird Ihr Werk zu hören u Sie persönlich begrüßen zu können. Es ist eine Art Familien Vertrag der mich verbündet alle 2 Jahre mit den Meinigen ein paar Monathe unter dem hiesigen Anverwandten zu verbringen, u dazu wird persönlich eine Landwohnung gemiethet.
Diesem zufolge befinde ich mich jetzt hier.
Erfreuen Sie mich mit einer Antwort hieher zur Adresse H. A. Emden
und glauben Sie an die Be[???] und Freundschaft

Ihres
I. Moscheles

Erwähnte Personen: Broadley, Charles Bayles
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Der Fall Babylons
Spohr, Louis : Psalm 128
Erwähnte Orte: Hamburg
Norwich
Erwähnte Institutionen: Norfolk and Norwich Triennial Festival
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1842070942

http://bit.ly/2qLeC8c

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Moscheles, 09.06.1842. Spohr beantwortete diesen Brief am 16.08.1842.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (04.05.2017).