Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochverehrter Herr Kapellmeister!

Schon längst war mein innigster Wunsch, Ihnen verehrter Meister einen Beweis meiner unbegränzten Dankbarkeit zu liefern. Zürnen Sie deshalb nicht, daß ich gewagt Ihnen beifolgendes Werkchen zuzueignen, und den Titel desselben mit Ihrem hochberühmten Namen zieren zu lassen.1 Ich sehe einer gütigen Verzeihung sehnlichst entgegen. – Der junge Mann, der Ihnen diese Zeilen überbringt ist Hr. Schloss unser erster Tenorist, welcher wünscht Ihnen seine Aufwartung machen zu dürfen. Er ist ein sehr fleißiger und mit einer sehr schönen Stimme begabter Sänger; nur im Sprechen auf der Bühne kann er bis jetzt den Stamm Juda noch nicht ganz2 verläugnen. Ich glaube es würde Ihnen Freude machen denselben singen zu hören. Noch einmal bitte ich herzlich mir die Kühnheit zu verzeihen, und verharre mit der tiefsten Ehrfurcht als Ew. Wohlgeboren

dankbarster
AugKiel.

Detmold d. 29ster Mai 1842.

Erwähnte Personen: Schloß, Max
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Detmold>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1842052938

http://bit.ly/2959O8A

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Kiel an Spohr, 10.05.1841. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Kiel an Spohr, 20.01.1845.

[1] Noch nicht ermittelt.

[2] „ganz” nachträglich eingefügt.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (27.06.2016).