Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

45 Cirencester Place, Fitzroy Square
London 11 April 1842.

Ew. Hochwohlgeboren!

Die H. Direktoren der Philharmonischen Gesellschaft erkennen mit dem größten Dank die Bewilligung des Gebrauchs Ihrer Charakteristischen Symphonie1, welche sie durch die gütige Vermittlung H. Bennett erhalten haben; dieselbe ist abgeschrieben und Ihrem Wunsche gemäß unter der Leitung H. Moscheles probirt worden, welcher seitdem sich aber geweigert hat dieselbe zu dirigiren, es seyn denn, daß H. Direktoren in Bedingungen willigen welche gegen die Regeln oder Verordnungen der Gesellschaft sind2, daher erbitten sie sich hiermit die Erlaubniß von Ihnen das Werk unter der Leitung eines andern competenten Künstlers aufführen zu dürfen.
Die H. Direktoren bedauern dieses unerwartete Ereigniß sehr und hoffen daß dieser Vorfall keinen Einfluß auf das gute Einverständniß habe wird, welches zwischen denselben und Ihnen so lange bestanden hat.
Ich verbleibe mit der größten Hochachtung

William Watts
Secretary.

P.S.
Ich bitte noch zuzufügen, daß die Leitung der Concerte der Direktion eines der folgenden unsrer Mitglieder anvertraut wird.
Sir George Smart,
Mr. Bishop,
Mr. Potter,
Mr. Lucas
und Mr. Bennett.
Im nächsten Concert wird Ihre Symphonie in D moll3 gegeben werden.

Autor(en): Philharmonic Society
Watts, William
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Bennett, William Sterndale
Bishop, Henry
Lucas, Charles
Moscheles, Ignaz
Potter, Cipriani
Smart, George
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Irdisches und Göttliches im Menschenleben
Spohr, Louis : Sinfonien, op. 49
Erwähnte Orte: London
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1842041145

http://bit.ly/2YX4n5d

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Watts an Spohr, 27.12.1841. Spohr beantwortete diesen Brief am 22.04.1842.

[1] Irdisches und Göttliches im Menschenleben.

[2] Vgl. Ignaz Moscheles an Spohr, 16.04.1842.

[3] Op. 49.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (27.04.2020).