Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. 55 Nachl. 76,272

Frankfurt am 29 Mai 1841.

Theurer Freund!

Es gereicht mir zur großen Freude, Ihnen mittheilen zu können, daß der junge Bott das Stipendium der Mozartstiftung mit f. 400. jährlich auf 4 Jahre erhalten hat.1 Sie sind wohl so gütig den einliegenden Brief an Hauptmann abgeben zu lassen. Vor allen Dingen wünsche ich nun zu wissen, in wie fern diese Unterstützung ihm zu Gute kommen soll. Daß er in Cassel bleibt und fortwährenden Unterricht von Hauptmann beibehält, versteht sich von selbst, allein was kann geschehen, daß der Junge vermittelst der Unterstützung seine musik. Ausbildung erweitert, da er da er doch ohne diese, den vortrefftlichen Unterricht schon genoß! Mit einem Worte, welches Resultat und welche Förderung kann die Unterstützung ausüben(?), u. auf welche Weise soll sie angewandt werden? Es wäre mir sehr lieb darüber Ihre und Hauptmanns Ansicht baldmöglichst zu erhalten, da ich dem Ausschuß darüber einen Vortrag zu machen habe. – Hoffen wir daß ein gutes sorgenreiches(?) Werk durch diese Unterstützung gefördert wird. –

Mit herzlicher Liebe Ihr WmSpeyer.

Erwähnte Personen: Bott, Jean Joseph
Hauptmann, Moritz
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Mozartstiftung <Frankfurt am Main>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1841052932

http://bit.ly/1Lgj9Jb

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Speyer, 01.02.1842. Der nächste Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Speyer, 02.02.1842.

[1] Zur Vergabe des Stipendiums vgl. Ulrike Kienzle, Neue Töne braucht das Land. Die Frankfurter Mozart-Stiftung im Wandel der Geschichte (1838-2013) (= Mäzene, Stifter, Stadtkultur 10), Frankfurt am Main 2013, S. 77f.).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (11.03.2016).