Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. 55 Nachl. 76,271

Frankfurt am 17 Jan 1841.

Theurer Freund!

Tausend Dank für das übersandte Geschenk für unsere Stiftung; es ist uns schade daß das Lied einige Tage zu spät eingetroffen ist, da Programm und alle Einrichtung für das nächste Woche zu gebende Conzert zum Besten der Stiftung, schon festgesetzt sind; Wir werden es nach dem Conzert gleich aufführen und alsdann werde ich, Ihre Erlaubniß gemäß, mit einem Verleger darüber con[???]. Sollte derselbe das Lied mit vollständiger Militairmusik herausgeben wollen, so würde ich Sie alsdann um die Partitur ersuchen. – An Herrn Bott1 habe ich bereits vor 14 Tagen die Statuten der Mozartstiftung geschickt und habe ihm zugleich bemerkt, daß mit Ende dieses Monats der Termin zur Anmeldung erlischt. – Bis jetzt bin ich ohne Nachricht von ihm, und es wäre gut, wenn Sie ihn nochmals darauf aufmerksam machen mochten. – Es werden bey der Preisbewerbung wahrscheinlich solche Aspiranten concurriren, die dem jungen Bott2 voraus sind, in Bezug auf musikalische Kenntniß. Indessen soll er sich dadurch nicht abschrecken lassen, da die Preisrichter instruirt werden, auf Alter und besondere Verhältnisse bedacht zu nehmen.1

Ihr treuer Freund
WmSpeyer.

Erwähnte Personen: Bott, Anton
Bott, Jean Joseph
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Lieder, Ten 1 2 Bass 1 2 Blasorch, WoO 71
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Erwähnte Institutionen: Mozartstiftung <Frankfurt am Main>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1841011732

http://bit.ly/1pB55ji

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Speyer, 10.01.1841. Spohr beantwortete diesen Brief am 01.02.1841.

[1]Anton Bott.

[2] Jean Joseph Bott.

[3] Vgl. Ulrike Kienzle, Neue Töne braucht das Land. Die Frankfurter Mozart-Stiftung im Wandel der Geschichte (1838-2013) (= Mäzene, Stifter, Stadtkultur 10), Frankfurt am Main 2013, S. 77f.).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (11.03.2016).