Autograf: Stadtarchiv Leipzig (D-LEsa), Sign. 1.3.5.3.1 [Gewandhaus zu Leipzig 1846], Bl. 1

Cassel den 2ten Octob.
1840.

Wohlgeborener,
Hochverehrter Herr Regierungsrath,

Mit Vergnügen werde ich der dortigen Concertdirection meine historische Symphonie, da sie nun wieder mein Eigenthum ist, zu einer Aufführung übersenden; doch wünschte ich sie vorher selbst einmal hier zu hören, da bisher nur, vor deren Absendung1 nach England, eine flüchtige Probe davon stattfand. Ich denke Sie daher in unserm 1sten Abonnementconcerte zu geben, welches in den ersten Tagen des nächsten Monaths stattfinden wird, und werde sie dann sogleich in Partitur und Stimmen an Herrn Wilhelm Härtel absenden.
Da die Symphonie sehr schwer ist, (namentlich der 3te und 4te Satz) so lasse ich Freund Mendelssohn ersuchen eine Vorprobe davon zu veranstalten.2
Mit vorzüglicher Hochachtung

Ew. Wohlgeb
ergebenster
Louis Spohr

Erwähnte Personen: Härtel, Wilhelm
Mendelssohn Bartholdy, Felix
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Historische Sinfonie, op. 116
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Gewandhausorchester <Leipzig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1840100214

http://bit.ly/2GZogOv

Spohr



[1] Vgl. den derzeit verschollenen Brief Spohr an Edward Taylor, 02.12.1839.

[2] Vgl. Spohr an Felix Mendelssohn Bartholdy, 01.11.1840.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (30.04.2019).