Autograf: Beethoven-Haus Bonn (D-BNba), Sign. NE 241,55

Sr Wohlgeb
Herrn N. Simrock
Musikverleger
in
Bonn.

franco.1


Cassel den 18ten
Januar 1840.

Hochgeehrtester Herr,

Für die gefällige Rechnungsablage, den eingesandten Betrag, so wie auch den gütigst besorgten Absatz von 7 meiner Clavierauszüge sage ich Ihnen Dank.
Bemerken muß ich nur noch, daß Herr Löber2 die Bezahlung der Anweisung (ich weiß nicht, aus welchem Grunde) weigert und mir daher noch 14 Rth. 26 Sgr. gut bleiben.
Hinsichtlich meines neuen Oratoriums werde ich Ihnen, sobald das Werk vollendet ist, bestimmtere Anträge machen. Die Anfrage in meinem letzten Briefe war nur eine vorläufige und gelegentliche.
Ihre freundlichen Wünsche für das neue Jahr auf das herzlichste erwiedernd, mit wahrer Hochachtung

der Ihrige
Louis Spohr

Erwähnte Personen: Löber, Wilhelm
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Der Fall Babylons
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1840011821

http://bit.ly/1RjAbHu

Spohr



Dieser Brief beantwortet Simrock an Spohr, 31.12.1839. Dazwischen liegt noch Spohr an Simrock, 04.01.1840, der sich offensichtlich mit Simrocks Brief überkreuzte. Der nächste überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Simrock, 26.01.1841.

[1] Außerdem findet sich auf dem Brief noch der folgende Vermerk des Empfängers: „N° 74. / Cassel d. 18./21 Jan: 1840. / Spohr / Beantw. d.“

[2] Wilhelm Loeber führte eine Instrumenten- und Musikalienhandlung in der Elisabettstr. in Kassel (vgl. [Christian] Preime, Casselsches Adreß-Buch für das Jahr 1840, Kassel 1840, S. 142). - Hierzu gehört wohl die handschriftliche Notiz des Empfängers neben dem Briefdatum: „wäre ihm vielleicht auf Hornthal anzuweisen“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (14.12.2015).