Autograf: Stadtarchiv Braunschweig (D-BSsta), Sign. G IX 6, Nr. 7

Sr. Wohlgeb.
Herrn Herdtmann
zu Friedland
Meklenburg-Strelitz


Carlsbad den 10ten
Juli 1838

Wohlgeborner Herr,

Auf Ihren Brief, dessen Inhalt mir im Auszuge hierher gemeldet worden ist, habe ich zu erwiedern, daß ich in der Voraussetzung dass ihre Musikstudien schon so weit gediehen sind, daß Ihnen mein Unterricht von wahrem Nutzen seyn kann, Sie recht gern unter die Zahl meiner Schüler aufnehmen werde, sobald einige Stunde in der Woche erledigt seyn werden. Dies wird höchstwahrscheinlich im Herbst der Fall seyn, weshalb ich Sie ersuche anfangs September nochmals anzufragen, wo ich Ihnen denn die Zeit werde genauer bestimmen können. Das Honorar für meinen Unterricht beträgt für jede Unterrichtsstunde 1 Rth. Preuss. Courant.
Als zweckmässige Vorbereitung für meinen Unterricht empfehle ich Ihnen ein fleißiges und genaues Studium meiner Violinschule (Wien bey Haslinger).
Hochachtungsvoll

Ew. Wohlgeb.
ergebener
Louis Spohr

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Violinschule
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1838071010

http://bit.ly/2CoSw68

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Heinrich Herdtmann an Spohr, 26.06.1838. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Ludwig Herdtmann, 30.11.1838.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (06.09.2018).