Autograf: Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel (D-W), Sign. Briefsammlung Mengen 148

Sr. Wohlgeb
dem Herrn Kreisger. Assessor Mengen
in
Helmstedt

frei.


Gandersh. den 19ten Juni
1838

Wohlgeborner
Hochzuehrender Herr Assessor,

Auf Ew. Wohlgeb geehrte Zuschrift vom 11ten dieses gebe ich Ihnen vorläufig die Nachricht, daß ich sehr gern Ihnen die Handschriften von meinem ältesten Sohn und meiner beiden Schwägern1 in Halle und Erlangen verschaffen will; nur Sie bitten muß, sich damit noch etwas zu gedulden, da jener, nachdem er das Unglück gehabt, seine jüngste Tochter2 noch nicht einmahl 20 Jahre alt durch den Todt zu verlieren, zur Zerstreuung eine Reise nach Wien angetreten hat, und nicht eher zurückkehren wird, als zu dem großen Musikfeste in Frankfurt zu Ende nächsten Monaths, das er dirigiren helfen(?) soll; und letzterer ebenfalls, zu einer Badecur, wenn ich nicht irre nach Carlsbad reiset, u. ich dessen Rückkunft ich ebenfalls abwarten muß.
Verzeihen Sie mir übrigens die Erlaubniß, die ich mir nehme, einliegendes Billet an Häberlin3 mit einzulegen, und Sie, dasselbe gelegentlich ihm zustellen zu lassen.
Hochachtungsvoll empfehle ich mich

Ew. Wohlgeb.
u. gehorsamst
Spohr.

Erwähnte Personen: Häberlin, Carl Ludwig
Henke, Adolph
Henke, Eduard
Spohr, Louis
Spohr, Therese
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Karlsbad
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1838061996

http://bit.ly/2qccx9u

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Mengen an Carl Heinrich Spohr, 11.06.1838. Louis Spohr erfüllte Mengens Bitte am 04.09.1838.

[1] Adolph und Eduard Henke.

[2] Therese Spohr.

[3] Vielleicht Carl Ludwig Häberlin.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (22.05.2017).