Autograf: letzter Nachweis siehe Druck 4
Druck 1: H[ans] M[ichael] Schletterer, „Robert Schumann‘s Briefe an Louis Spohr“, in: Neue Zeitschrift für Musik 89 (1893), S. 74f. und 85f., hier S. 74f.
Druck 2: Robert Schumanns Briefe. Neue Folge, hrsg. v. F. Gustav Jansen, 2. Aufl., Leipzig 1904, S. 501, Anm. 142 (teilweise)
Druck 3: Jacques Hartog, Robert Alexander Schumann en zijne werken, Haarlem 1910, S. 237
Druck 4: Autographen-Sammlung Hans Meyer (Leipzig) sowie ausgewählte Stücke aus anderen Privatsammlungen, Bd. 1 Musik, Literatur, Wissenschaft: Versteigerung: Montag, den 10. April 1933 (Katalog Meyer und Ernst 31), Berlin 1933, S. 9 (teilweise)
Druck 5: Wolfgang Boetticher, Robert Schumann. Einführung in Persönlichkeit und Werk. Beiträge zur Erkenntniskritik der Musikgeschichte und Studien am Ausdrucksproblem des 19. Jahrhunderts, Berlin 1941, S. 237 (teilweise)
Druck 6: Julia M. Nauhaus, Musikalische Welten. Clara und Robert Schumanns Verbindungen zu Braunschweig, Sinzig 2010, S. 140 (teilweise)

Leipzig, den 21. Nov. 1837.

Hochverehrtester Herr!

In den beifolgenden Zeilen1 unseres theuern und vortrefflichen Mendelssohn finden Sie eine Bitte ausgesprochen die ich ohne solchen Fürsprecher kaum gewagt hätte. Die Erfüllung lege ich Ihrer gütigen Theilnahme für das redliche Streben der Zeitschrift anheim, die gerade durch solche Beilagen den Sinn für edlere und tiefere Musik überalll noch mehr zu verbreiten glaubt. Vielleicht bieten Sie ihre Hand uns – nehmen Sie von mir, Ihrem eifrigsten Verehrer, den Dank mit Worten. Nun das neue Jahr so nahe vor der Thür, ersuche ich Sie nun noch um das Eine, mir sobald es Ihnen irgend möglich, Ihr gütiges Ja zur Mittheilung Ihres Liedes wissen zu lassen

Ihr
ergebenster
Robert Schumann.

Erwähnte Personen: Mendelssohn Bartholdy, Cécile
Mendelssohn Bartholdy, Felix
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Lieder, Singst Kl, op. 139
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1837112142

http://bit.ly/2Q6BDzn

Spohr



Mit diesem Brief beginnt die Korrespondenz zwischen Spohr und Schumann vermutlich. Spohr beantwortete diesen Brief am 26.11.1837.

[1] Schumann sandte entweder einen derzeit verschollenen Brief Mendelssohns an Schumann mit, in dem dieser Spohr um die Abdruckgenehmigung für das seiner Frau Cécile gewidmete Lied „Was mir wohl übrig bliebe“ op. 139.5 in der Neuen Zeitschrift für Musik bat, oder eine Abschrift des Briefs Mendelssohn an Schumann, 20.11.1837, in dem Mendelssohn den Druck von Spohrs Lied vorschlug. Der Kommentar der Mendelssohn-Briefausgabe geht davon aus, dass Schumann den an ihn gerichteten Brief beilegte (Felix Mendelssohn Bartholdy, Sämtliche Briefe, Bd. 5, hrsg. v. Uta Wald und Thomas Kauba, Kassel 2012, S. 727, Anm. 7; Edition dieses Briefs in ebd., S. 399ff. und Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit der Familie Mendelssohn, hrsg. v. Kristin R.M. Krahe, Katrin Reyersbach und Thomas Synofzik (= Schumann Briefedition II.1), Köln 2009, S. 136f.). Dabei kann es sich kaum um das Autograf gehandelt haben, da sich dieser Brief in den Alben mit den an Schumann gerichteten Briefen in Krakau befindet.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (01.11.2018).