Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Bremen den 20sten April 1837.

Wohlgeborner
Hochgeehrtester Herr,

Wegen verspäteter Anzeige des richtigen Empfanges der Partitur, das Solo- und Orchester-Stimmen Ihres vortrefflichen Oratoriums um gütige Entschuldigung bittend, beehre ich mich zugleich Ew. Wohlgboren Namens unserer Singacademie die innigste Hochachtung auszudrücken, den wärmsten Dank zu sagen. Vergönnen Sie auch meiner Wenigkeit auszusprechen, daß ich in Ihnen den großen Meister eben so sehr als den hochachtungswerthen Menschen verehre.
Wir sind fleißig beim Einüben der Chöre; auch habe ich die Solo Parthien bereits vertheilt. Sollte die Aufführung am Himmelfahrtstage zu Stande kommen, wie ich wünsche und hoffe, so werde ich Alles anwenden, was in meinen Kräften steht, um das herrliche Werke möglichst würdig darzustellen.
Beim Studiren der Partitur sollen mir die lehrreichen Bemerkungen des Meisters (für die ich noch besonders danke ) wohl zu Statten kommen. Auch sollen, Ew. Wohlgeboren Anordnung zu folge, Partitur und Stimmen am Tage nach Himmelfahrt an den Herrn Conzertmeister Kiel in Detmold abgesendet werden.
Mit der innigsten Hochachtung unterzeichnet

Ew. Wohlgeboren
Ergebenster
W.F. Riem.

Erwähnte Personen: Kiel, August
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte: Bremen
Detmold
Erwähnte Institutionen: Singakademie <Bremen>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1837042044

http://bit.ly/2rkodod

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Spohr an Riem.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (31.05.2017).