Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochgeehrtester Herr!

Es war der Wunsch meines Vaters, und der des Directors1 vom hiesigen Schullehrer-Seminar, mich bei letzterem um die Lehrstelle der Musik zu bewerben.
Da es mir jedoch äußerst empfindlich seyn würde, wenn ich rücksichtlich meiner Qualification in der Musik ein Examen machen müßte, so ersuche ich Sie, verehrtester Herr, recht dringend mich von diesem peinigenden Gefühle zu befreien, indem ein Zeugniß von Ihnen, als oberster Instanz in dem Kurfürstl. Reiche der Töne, mich sicher den Klauen irgend eines pedantischen Schulmannrisen(???) entreißen wird. Indem ich Ihnen herzlichen Dank für Ihre, rücksichtlich meiner Symphonie gemachten gütigen Bemerkungen abstatte, lebe ich der festen Ueberzeugung, recht bald meinen Wunsch durch Ihre theilnehmende Güte verwirklicht zu sehen.
Mit Hochachtung

Ihr
ergebenster Diener
Andreas Henkel.

Fulda, d 5 Dez. 1835.

Autor(en): Henkel, Georg Andreas
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Henkel, Michael
Siebert, Johann
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Fulda
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835120544

http://bit.ly/2Kp9GFI

Spohr



Der letzte belegte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Henkel, 08.08.1832. Der nächste belegte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Henkel, 27.10.1839.

[1] Johann Siebert.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (21.12.2020).