Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287


Verehrungswürdigster Gönner und Herr!

Ihre liebe Zuschrift sammt dem langersehnten Werke empfing ich so eben, und danke Ihnen herzlich dafür, es beschämt mich nur, daß Sie das Freiexemplar beigefügt haben. Beim Absenden der Subscription habe ich leider in der Faselei nicht mehr an jenes Anerbieten gedacht, sonst würde ich so frei gewesen sein, für solches zu danken. Nun ich will es,1 da es nun einmal nicht zu ändern steht, als ein liebes Andenken von Ihnen betrachten. Es bedarf zwar solcher Mittel nicht mehr um Ihnen mit Liebe, Verehrung und Dankbarkeit zu gedenken, denn das vorige Gute was ich leiste, verdanke ich doch größtentheils Ihrem gütigen Unterichte, und daher kann es ja nicht fehlen fortan Ihrer auf eine würdige Weise gedenke.
Ich bin erstaunlich(???) begierig auf das Werk hätte auch die Welt gar nichts darüber gesagt; aber Alle die es gehört, sind ja darob im Enzücken. So wie ich diesen Brief beendigt haben werde, so soll mein Erstes sein, daß ich mich darüber hermache.
Anbei sende ich Ihnen den2 Betrag für sämmtliche 6 Exemplare, und wiederhole nochmals meinen wärmsten Dank für das schöne Geschenk. Den besten Dank aber, den will ich durch meinem Eifer beim Einstudiren an den Tag legen. -
Mit der tiefsten Verehrung und Dankbarkeit

Ihr treu ergebener Schüler
August Pott.

Oldenburg, d 19. Oct. 1835.

Einliegend V.S.

Autor(en): Pott, August
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835101937

http://bit.ly/3pAxzd5

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Pott, 12.10.1835. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Pott an Spohr, 23.11.1835.

[1] Hier gestrichen: „als“.

[2] „den“ über der Zeile eingefügt.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (17.11.2020).