Autograf: Spohr Museum Kassel, Sign. Sp. ep. 1.1 <18350915>

Cassel den 15ten
September 1835.

Geehrter Freund,

Beykommend erhalten Sie für die von Ihnen gütigst gesammelten Subscriptionen 14 Exempl. des Clavierauszugs meines Oratoriums nebst 2 Freiexexempl. Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie sich der Einsammlung des Geldes gütigst unterziehen und mir selbes auf die mindest kostspielige Art übermachen wollten. Das Porto für die Exempl. repartiren Sie wohl gefälligst auf sämtliche Subscribenten.
Vor 14 Tagen, nachdem sie dringendste Geschäftscorrespondenz beseitigt war, habe ich endlich wieder angefangen zu componiren und bis jezt den ersten Satz eines neuen Quartetts vollendet. Nun, wo die Versendung des Oratoriums beginnt, wird wohl wieder eine Pause eintreten.
Da die Exempl. für Sie von Leipzig aus versandt werden, kann ich die Partitur nicht gleich beylegen. Wünschen Sie sie bald zu haben, so werde ich sie Ihnen mit der Post überschicken. Ich sehe darüber Ihrer Bestimmung entgegen. Die Abschrift kostet 10 Rthlr. 16 gg.
Mit wahrer Freundschaft stets

der Ihrige
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Spohr, Louis : Quartette, Vl 1 2 Va Vc, op. 93
Erwähnte Orte: Leipzig
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835091501

http://bit.ly/1rv3R9a

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Hesse an Spohr. Hesse beantwortete diesen Brief am 31.10.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders vermerkt: Karl Traugott Goldbach (29.12.2014).