Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.ep. Spohr-Correspondenz 2,169
Druck: Ernst Rychnovsky, „Ludwig Spohr und Friedrich Rochlitz. Ihre Beziehungen nach ungedruckten Briefen”, in: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft 5 (1903/04), S. 253-313, hier S. 303

Sr. Wohlgeb.
dem Herrn Hof-Kapellmeister
Ludwig Spohr
hier.
(Rochlitz)


d. 3ten August.

P.P.

Von Herzen begrüße ich Sie und die werthen Ihrigen in dem schönen Cassel aus dem furchtbar vornehmen römischen Kaiser. Ich würde meinen Gruß sogleich selber bringen, wenn nicht, nach dem ununterbrochenen höchstglücklichen Julius gestern mich im höchsten Grade unbesorgt und unverschuldet ein Unglück überfallen hätte, das mein und Franziska’s Leben in die höchste Gefahr brachte und dessen Nachwehen nur bey möglichster geistiger und körperlicher Ruhe – dann aber hoffentlich baldigst vorübergehen werden. Über dies, und was noch Alles, mündlich, wenn Sie mir heute Ihre Gegenwart schenken können. Jetzt aber bitte ich, dem Überbringer, meinem Lohnkutscher aus Weimar, den ich hier behalte, einen nicht-vornehmen Gasthof in Ihrer Nähe zu nennen, wohin er sich dann morgen mit den Pferden begeben und uns zur Hand seyn kann.
Hochachtungsvoll und in freundschaftlicher Erwartung

Ihr
Rochlitz.

Erwähnte Personen: Kübler, Franziska
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835080336

http://bit.ly/2fqA2Ds

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Rochlitz an Spohr, 14.07.1835. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Rochlitz an Spohr, 09.09.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (04.11.2016).