Autograf: Nederlands Muziek Instituut Den Haag (NL-DHnmi), Sign. Collectie Noske
Beleg: Autographen-Sammlung enthaltend Musiker-Briefe und Musik-Manuskripte aus dem Nachlasse des berühmten Komponisten Louis Spohr (1784-1859) nebst Beiträgen aller Art (Fürsten, Staatsmänner, Dichter, Gelehrte, Künstler, etc.) aus dem Besitz eines bekannten Berliner Sammlers. Versteigerung zu Berlin Montag, den 15. und Dienstag, den 16. Oktober 1894 (= Katalog Liepmannssohn), Berlin 1894, S. 54

Sr. Wohlgeborn
Herrn Louis Spohr
Hofkapellmeister
in
Cassel
 
Franco.
 
 
Mannheim den 22. Juni 835
 
Verehrter Herr
Kapellmeister!
 
Hiermit übersende ich Ihnen die Nahmen1 der Subskribenten auf Ihr neues Oratorium. Was Sinn für diese Gattung Musik hat, habe ich gewonnen, leider ist ihre Zahl nicht groß. - Ganz Mannheim freut sich, Sie bald in Ihren Mauern zu sehen und ich besonders, da ich unter die zahlreichen und größten Verehrer Ihrer herrlichen Werke zähle. - Mit ausgezeichneter Hochachtung unterzeichnet sich
 
Euer Wohlgeborn
ergebenster
Franz Lachner

Autor(en): Lachner, Franz
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Kreutzer, Bernard
Schüssler, Adam
Stephanie Baden, Großherzogin
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte: Mannheim
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835062244

http://bit.ly/2uyGzSr

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohrs Subkriptionsaufruf für sein Oratorium Des Heilands letzte Stunden, dessen an Lachner gerichtetes Exemplar derzeit verschollen ist. Spohr beantwortete diesen Brief am 10.10.1835.
 
[1] [Ergänzung 22.03.2019:] Diese Liste befindet sich auf dem Vordruck zur Subskriptionseinladung (Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.ep. Spohr, L. Varia 4):
„Namen der geehrten Subskribenten. Anzahl der Exemplare
Lachner 1
Gersten(???) Neuburg 1
I.K. Hoheit die Frau Großherzogin Stephanie 1
Im Auftrage des Musikvereins in Mannheim
A. Schüssler 1
B Kreutzer Heidelberg 3.“
 
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (03.07.2017).