Autograf: Lippische Landesbibliothek Detmold (D-DT), Sign. Mus-h 17 S 1
Druck: Otto von Meysenbug, „Beiträge zur Geschichte musikalischen und theatralischen Lebens in Detmold”, in: Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 3 (1905), S. 177-204, hier S. 178 (teilweise)

Wohlgeborner,
Hochgeehrter Herr,

Indem ich mir die Freiheit nehme Ew. Wohlgeb. beyliegend eine Einladung zur Subscription auf mein neues Oratorium zu übersenden, verbinde ich damit die ergebenste Bitte, dieselbe bey den Mitgliedern des dortigen Gesangvereins und andern Freunden von der Vokalmusik cirkuliren zu lassen und sich der Einsammlung von Unterschriften gütigst unterziehen zu wollen, für welch Mühwaltung ich bey 6 Unterschriften ein Freiexemplar zu geben, mich erbiete.
Mit vorzüglichster Hochachtung habe ich die Ehre zu seyn

Ew. Wohlgeb.
ergebenster
Louis Spohr

Cassel, den 28ten Mai
1835.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835052808

http://bit.ly/2j0IuuO

Spohr



Diese Subskriptionseinladung, die Spohr auch an viele andere Empfänger schickte, ist der erste erhaltene Brief dieser Korrespondenz. Wie Spohr an Adolph Hesse, 14.05.1835 belegt, begann der Versand der Einladungen mindestens zwei Wochen vor dem Brief an Kiel. Da Spohr außerdem auf eine persönliche Nachschrift wie z.B. bei Hesse oder Spohr an den Musikverlag Simrock, 15.05.1835 verzichtet, erscheint es unwahrscheinlich, dass es vor diesem Brief bereits eine nennenswerte Korrespondenz zwischen Spohr und Kiel gab.
Kiel beantwortete diesen Brief am 29.06.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (22.06.2016).