Autograf: Beethoven-Haus Bonn (D-BNba), Sign. NE 241,34

Wohlgeborner,
Hochgeehrter Herr

Indem ich mir die Freiheit nehme Ew. Wohlgeb. beyliegend eine Einladung zur Subscription auf mein neues Oratorium zu übersenden, verbinde ich damit die ergebenste Bitte, dieselbe bey den Mitgliedern des dortigen Gesangvereins und andern Freunden von der Vokalmusik cirkuliren zu lassen und sich der Einsammlung von Unterschriften gütigst unterziehen zu wollen, für welch Mühwaltung ich bey 6 Unterschriften ein Freiexemplar zu geben, mich erbiete.
Mit vorzüglichster Hochachtung habe ich die Ehre zu seyn

Ew. Wohlgeb.
ergebenster
Louis Spohr

Cassel, den 15ten Mai
1835.

NS. Im Juni wird mir das Vergnügen zu Theil werden, Sie persönlich zu begrüßen, da ich eine Rheinreise machen werde. Leider beginnen meine Ferien erst nach Pfingsten und es ist mir daher nicht gestattet, dem dortigen Musikfest beyzuwohnen. Auch wird mein neues Oratorium am 1sten Pfingstage, auf den allgemeinen Wunsch unserer Musikfreunde nochmals wiederholt und meine Gegenwart hier ist deshalb unerläßlich.
Die Angelegenheit meines Oratoriums empfehle ich Ihrem gütigen Wohlwollen.
Auf fröhliches Wiesersehen
hochachtungsvoll und ergebenst

der Ihrige
Louis Spohr1

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835051521

http://bit.ly/1UUczYe

Spohr



Der letzte erschlossene Brief dieser Korrespondenz ist Simrock an Spohr, 06.09.1834. Simrock beantwortete diesen Brief am 26.09.1835.

[1] Auf dem Brief findet sich außerdem noch der folgende Vermerk des Empfängers: „N° 566 / Cassel d 15/18 May 1835 / Spohr / beantw 26. Septbr."

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (03.12.2015).