Autograf: nicht ermittelt

Wohlgeborner,
Hochgeehrter Herr,

Indem ich mir die Freiheit nehme Ew. Wohlgeb. beyliegend eine Einladung zur Subscription auf mein neues Oratorium zu übersenden, verbinde ich damit die ergebenste Bitte, dieselbe bey den Mitgliedern des dortigen Gesangvereins und andern Freunden von der Vokalmusik cirkuliren zu lassen und sich der Einsammlung von Unterschriften gütigst unterziehen zu wollen, für welch Mühwaltung ich bey 6 Unterschriften ein Freiexemplar zu geben, mich erbiete.
Mit vorzüglichster Hochachtung habe ich die Ehre zu seyn

Ew. Wohlgeb.
ergebenster
Louis Spohr

Cassel, den   ten Mai
1835.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835051422

http://bit.ly/2pz9PKy

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Haslinger an Spohr, 28.12.1834.
Aus Spohr an Haslinger, 25.08.1835 ergibt sich, dass auch Haslinger zu den Empfängern des Subskriptions-Zirkulars für Spohrs Oratorium Des Heilands letzte Stunden gehörte. Dass Spohr dieses Zirkular um eine persönliche Nachschrift ergänzte, wie er dies bei anderen näher Bekannten machte, ist wahrscheinlich, aber derzeit nicht zu belegen.
Anscheinend begann Spohr am 14.05.1835 mit dem Versand der Zirkulare (vgl. Spohr an Adolph Hesse, 14.05.1835). Da anzunehmen ist, dass Haslinger zu den Ersten gehörte, denen Spohr ein Zirkular schickte und er bereits am nächsten Tag Zirkulare an Ignaz von Seyfried und den Musikverlag Simrock versandte, brachte er das Zirkular an Haslinger vermutlich am 14. oder 15.05.1835 auf den Weg.
Haslingers Antwortbrief vom 12.07.1835 ist derzeit ebenfalls verschollen.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (25.04.2017).