Autograf: nicht ermittelt

Wohlgeborner,
Hochgeehrter Herr

Indem ich mir die Freiheit nehme Ew. Wohlgeb. beyliegend eine Einladung zur Subscription auf mein neues Oratorium zu übersenden, verbinde ich damit die ergebenste Bitte, dieselbe bey den Mitgliedern des dortigen Gesangvereins und andern Freunden von der Vokalmusik cirkuliren zu lassen und sich der Einsammlung von Unterschriften gütigst unterziehen zu wollen, für welch Mühwaltung ich bey 6 Unterschriften ein Freiexemplar zu geben, mich erbiete.
Mit vorzüglichster Hochachtung habe ich die Ehre zu seyn

Ew. Wohlgeb.
ergebenster
Louis Spohr

Cassel, den ten Mai
1835.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Pott, August
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835051407

http://bit.ly/3f5a5rL

Spohr



Der letzte Brief dieser Korrespondenz ist Pott an Spohr, 01.04.1835.
Aus Potts Antwortbrief vom 12.07.1835 und der offensichtlich dort beiliegenden, an Spohr zurückgesandten Subskriptionseinladung folgt, dass er Empfänger des von Spohr verfassten Subskriptionsaufruf zum Oratorium Des Heilands letzte Stunden war. Ob Spohr wie bei anderen Exemplaren dem vorgedruckten Text noch eine persönliche Nachschrift anfügte, geht aus dem Antwortbrief nicht hervor, erscheint aber wahrscheinlich.
Pott datiert diesen Brief in seiner Antwort nur auf „Monat May“. Vermutlich gehörte Pott wie sein Kasseler Studienkollege Heinrich Mühlenbruch zu den frühesten Empfängern des Aufrufs, dieses Exemplar könnte also am gleichen Tag entstanden sein, dem 14.05.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (17.11.2020).