Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochwohlgeborner Hochzuverehrender
Herr Kapellen Meister
Es ist meine Pflicht mich bey Ihnen zu bedanken, und zugleich zu erkundigen, ob Sie mit dem Betragen meines Sohnes und seinem Fleiße zu frieden sind. Ich hab ihn recht ausdrücklich ermahnt sich in seinem selbst gewählten Fache, womit er sich einst seinen Lebens Unterhalt verdienen muß, recht zu üben, und die jetzige Gelegenheit was zu lernen ja nicht vorübergehen zu lassen, in dem er wohl solche in seinem künftigen Leben1 nicht mehr finden würde. Ich hab ihn zu gleich auf ihre Lebensgeschichte aufmerksam gemacht, und dieses wird hinlänglich seyn, ihm Liebe Ehrfurcht und Dankpflicht einzuflößen. Sollten Sie jedoch eine Klage über ihn haben, so bitte ich Sie mir dieses gefälligst wissen werden zu lassen. Ich sende auch unter vielem Dank das Honorar für 21 Stunden nemlich vom 16 Feb. bis 27 April inclus. Dürfte ich Sie bitten dieses beyliegende Schreiben meinem Sohne zustellen zu lassen.

Mit der größten Hochachtung bestehe
Hochgeehrtester Herr Kapellen
Meister
gehorsamst ergebenster Diener
Dr Reder.

Mellerichstadt
d. 4ten Mai 1835

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Mellrichstadt
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835050440

http://bit.ly/2v2p1Uh

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Reder an Spohr, 16.12.1834. Spohrs Antwortbrief ist derzeit verschollen.

[1] Hier gestrichen: „wohl“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (03.02.2020).