Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 2° Ms. mus. 1500[Sp. 75,24
[Beleg 1: A Collection of Choice Manuscripts, Incunables, Books of Hours, Maps Music Autographs, Woodcut Books. In commemoration of the 50th anniversary of Ludwig Rosenthal‘s Antiquarian Book store (= Katalog Rosenthal 130), München 1909, S. 42]
Beleg 2: Handschriften & Miniaturen aus Europa, Asien und Afrika VIII.-XIX. Jahrhundert (= Katalog Rosenthal 155), München o.J., S. 68
Beleg 3: Josef Viktor Widmann und kostbare Musik-Autographen und -Manuscripte, z.T. aus den Nachlässen von Felix Mottl und A.W. Gottschalg (= Katalog Liepmannssohn 41), Berlin 1913, S. 124

Sr. Wohlgeb
Herrn Binder
k.k. Hofopern-Sänger
in
Wien


Cassel den 11ten Januar
1833.
 
Wohlgeborner Herr,
 
Als ich Ihr geehrtes Schreiben erhielt, hatte ich bereits Herrn Haslinger den Verlag meiner neuen Sinfonie angetragen und erwartete seine Antwort. Da Sie seiner in Ihrem Briefe erwähnten, so glaubte ich ihn mit Ihrem Wunsche einverstanden. Dem ist aber nicht so; er hält die Aufführung in Wien, vor dem Erscheinen des Werks seinem Interesse nachtheilig.1 Da er nun, nach abgeschlossenem Handel Eigenthümer des Werks ist, so muß ich es seiner Bestimmung überlassen, ob er es, vor dem öffentlichen Erscheinen will zur Aufführung kommen lassen.
Indem ich sehr bedaure auf diese Weise meiner Zusage zurücknehmen zu müssen, versehe ich mir andre Gelegenheit, um mich Ihnen gefällig zu zeigen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
 
Ew. Wohlgeb
ergebenster
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Binder, Sebastian
Erwähnte Personen: Haslinger, Tobias
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Die Weihe der Töne
Erwähnte Orte: Wien
Erwähnte Institutionen: Haslinger <Wien>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1833011114

http://bit.ly/1rCBPdc

Spohr



Dem Brieftext zufolge schickte Spohr diesen Brief einem derzeit verschollenen Brief an Binder hinterher, der wiederum die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Binder an Spohr war.

[1] Vgl. Tobias Haslinger an Spohr, 01.01.1833.
 
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (09.05.2016).