Autograf: Hessisches Staatsarchiv Marburg (D-MGs), Sign. Best. 300 Nr. B 24/19, Bl. 23

Durchlauchtigster Herr!
Gnädigster Kurprinz und Mitregent!

Der Hofkapellmeister Spohr bittet unterthänigst um einen Urlaub von 6 Tagen vom 22sten bis 28sten November.1

Am 26sten dieses Monaths werden meine Eltern2 ihre goldene Hochzeit feiern und sämtliche Angehörige, Kinder, Schwiegersöhne, Enkel und Urenkel sich um sie versammeln. Auch ich hege den sehnlichen Wunsch mit den Meinigen diesem seltenen Familienfeste beywohnen und meinen ehrwürdigen Eltern persönlich meine Glückwünsche darbringen zu können3 und wage es daher Ew. Hoheit um die gnädigste Gewährung eines 6tägigen Urlaubs vom 22sten bis 28sten dieses unterthänigst zu bitten.
In der Hoffnung einer huldreichsten Gewährung dieser unterthänigsten Bitte verharrt in tiefster Ehrfurcht

Ew. Hoheit
Unterthänigster Diener
Louis Spohr.

Cassel, den 4ten No-
vember 1832.

Erwähnte Personen: Spohr, Carl Heinrich
Spohr, Ernestine
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1832110413

http://bit.ly/2tDvXGv

Spohr



[1] Neben dieser Zusammenfassung von der Hand Friedrich Wilhelms:
„Wilhelmshöhe den 14ten Juny 1833.
Genehmigt
2.) Ist der Hoftheater-Direktion hiervon Nachricht zu geben.“

[2] Ernestine und Carl Heinrich Spohr.

[3] Vgl. Louis Spohr, Lebenserinnerungen, hrsg. v. Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 2, S. 158f., Text mit fehlerhafter Paginierung auch online; ders., Louis Spohr’s Selbstbiographie, Bd. 2, Kassel und Göttingen 1861, S. 193ff.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (12.03.2018).