Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.ep. Spohr, L. 9

Sr. Wohlgeb.
Dem Herrn S.W. Dehn
unter den Linden No 3 A.
Berlin.


Cassel den 15ten
Juli 25.

Ew. Wohlgeb.

geehrtes Schreiben vom 9ten dieses habe ich richtig erhalten und werde den darin enthaltenen Auftrag so schnell wie möglich besorgen. Allein, da die lezte Abschrift der Partitur erst vor 8 Tagen abgeschickt worden ist, so ist eine neue kaum angefangen und obgleich drei Abschreiber daran arbeiten so wird sie vor dem 15ten August doch schwerlich abgesandt werden können.1 Sollte man die Oper in Stockholm bald zu geben gedenken so würde ich rathen, die Gesang- und Chorstimmen aus dem Clavierauszuge, der in Stockholm sicher zu bekommen ist, ausschreiben zu lassen. Bis dies geschehen und die Parthien am Piano studirt sind, kann die Partitur dann längst dort und können die Orchester-Stimmen ausgeschrieben seyn.
Mit vorzüglicher Hochachtung

Ew. Wohlgeb.
ergebenster Diener
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Jessonda
Erwähnte Orte: Stockholm
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Stockholm>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1825071515

http://bit.ly/28ZEgAI

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Dehn an Spohr, 09.07.1825.

[1] Das Begleitschreiben dieser Sendung ist derzeit verschollen. Dass die Sendung schließlich Stockholm erreichte, folgt jedoch aus den Aufführungen der Jessonda in Stockholm ab dem 26.01.1826 (vgl. „Schweden. Stockholm, 27 Jan.”, in: Allgemeine Zeitung <München> (1826), S. 183f., hier S. 183; „Schweden. Stockholm, 14. Febr.”, in: Neckar-Zeitung (1826), S. 253).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (24.06.2016).