Autograf: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig (D-LEsta), Sign. 21070 C.F. Peters, Leipzig, Nr. 850, Bl. 144f.

Cassel den 4ten Sept.
24.

Geehrter Freund,

Lesen Sie gefälligst beyliegenden offenen Brief.1 Sollten Sie den Herrn M.Ch.G. in Reichels Garten2 kennen und finden, daß er von seinen Naturanlagen die Wahrheit gesagt hat, so geben Sie ihm gefälligst die Einlage3 von mir. – Kennen Sie ihn nicht, so bitte ich, daß Sie sich unter der Hand nach ihm erkundigen, ihm aber meinen Brief nicht eher geben, als bis Sie von ihm hören, daß er sich zu einem Theatersänger qualificire. Sollte das, Ihrem und andern Urtheil nach nicht der Fall seyn, so schicken Sie mir meinen Brief, ohne ihn abzugeben, wieder zurück. Auch bitte ich Sie den Brief von Herrn M.Ch.G. niema[nd] zu zeigen, da es scheint, als wolle er seine Absicht, zum Theater zu gehen, nicht vor der Zeit bekannt werden lassen.
Um baldige gefällige Besorgung des Erhaltenen bitte ich inständigst.
Bey uns ist alles wohl und vergn[ügt.]
Mit herzlicher Freundschaft stets

der Ihrige
L. Spohr.4

Erwähnte Personen: Schöne (Sänger aus Leipzig)
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1824090420

http://bit.ly/2joxedj

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Peters, 23.08.1824. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Peters, 11.10.1824, aus dem sich noch ein derzeit verschollener Brief von Peters an Spohr erschließen lässt.

[1] Vgl. Schöne an das Hoftheater in Kassel, 18.08.1824.

[2] Vgl. Spohr an Wilhelm Speyer, 20.09.1824; aus Spohr an Speyer, 28.09.1824 folgt, dass es sich um einen Sänger Schöne handelt.

[3] Dieser Brief ist derzeit verschollen.

[4] Auf dieser Seite des Briefes befindet sich von anderer Hand noch der Eingangsvermerk des Verlags: „1824 / 4 Sept. / 15 - / Cassel / Spohr“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (25.01.2017).