Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Herrn Hofkapellmeister Spohr
Wohlgeb.
in
Cassel

Fr.


Leipzig den 9. Jan. 1824.

Werthester Freund

Ueber Ihre Jessonda wird jetzt fleißig studirt und in 4. bis 5. Wochen soll sie aufgeführt werden1, sobald die Aufführung festgelegt ist, wird es mir mein Spion hinterbringen und ich Ihnen solches melden.
Wäre es nicht gut wenn wir diese Ouverture für Orchest. Jetzt herausgäben, ich glaube daß es vortheilhaft sein würde und erwarte was Sie deshalb beschließen.2
Recht herzlich wünsche Ihnen und lieben Ihrigen ein recht gesundes neues Jahr, das übrige findet sich dann schon, denn bei Gesundheit kann man das gute froh genießen und das Schlimme leicht tragen; wie ich dies Jahr angetreten habe, können Sie wohl denken, da es die Jahrestage meiner Unglücksperiode waren.
Bleiben Sie immer der Freund

Ihres wahren Freundes
Peters.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Jessonda
Erwähnte Orte: Leipzig
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Leipzig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1824010950

http://bit.ly/2ipwLbt

Spohr



Der letzte belegte Brief dieser Korrespondenz ist der derzeit verschollene Brief von Peters an Louis Spohr, 01.12.1823. Der nächste erhaltene Brief zwischen Peters und Louis Spohr ist Peters an Spohr, 16.03.1823, der jedoch auf den Brief Ferdinand Spohr an Peters, 08.03.1824 antwortet.

[1] Tatsächlich fand die Leipziger Erstaufführung am 9. Februar 1824 unter Spohrs Leitung statt (vgl. Spohr an Speyer, 15.02.1824).

[2] Die Ouvertüre erschien 1824 als op. 63 bei Peters.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (21.12.2016).