Autograf: Robert-Schumann-Haus Zwickau (D-Zsch), Sign. Sch 9338, 1-A2
Beleg: Autographen-Sammlung enthaltend Musiker-Briefe und Musik-Manuskripte aus dem Nachlasse des berühmten Komponisten Louis Spohr (1784-1859) nebst Beiträgen aller Art (Fürsten,Staatsmänner, Dichter, Gelehrte, Künstler, etc.) aus dem Besitz eines bekannten Berliner Sammlers. Versteigerung zu Berlin Montag, den 15. und Dienstag, den 16. Oktober 1894 (= Katalog Liepmannssohn), Berlin 1894, S. 69

Mannheim am 6ten August 1822.

Hochgeehrter Herr!

Herr Löwe hatte die Güte mir bey seiner Anwesenheit in Mannheim zu versprechen, daß er Ihnen die Partitur meiner Oper: Die Hütte am Inn überreichen würde. Die hohe Achtung welche Sie mir sowohl als Komponist, so wie als Violinist und Schöpfer einer neuen Schule einflößten, bestimmt mich gegenwärtige Oper vor allen andern deutschen Theatern zuerst an das Churfürstliche Hoftheater in Kassel zu senden.
Ich traue fest, auf Ihre allgemein anerkannte Rechtlichkeit und hoffe daß, wenn Sie die Oper würdig finden, oder nicht anderweitige Verhältniße die Aufführung derselben verhindern, Sie diesem Werke, ohngeachtet mein Name noch nicht viel bekannt ist, doch einige Liebe schenken, und es Deutschen gerne erleichtern werden sich bekannter zu machen. Ich schließe um Sie nicht zu ermüden mit der Bitte einiger Zeilen zu würdigen
dero

ergebensten
JosStrauß
Kapellmeister.

Da ich zufällig erfahre, daß Hr. Löwe gegenwärtig noch nicht in Cassel seyn soll, so nehme ich mir die Freyheit alles directe an Sie abgehenzulassen.

Autor(en): Strauß, Joseph
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Löwe, Ferdinand
Erwähnte Kompositionen: Strauß, Joseph : Die Hütte am Inn
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1822080643

http://bit.ly/3bQjYs1

Spohr



Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Strauß an Spohr, 05.10.1843.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (01.03.2021).