Autograf: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig (D-LEsta), Sign. 21070 C. F. Peters, Leipzig, Nr. 850, Bl. 119

Herrn
Herrn C.F. Peters
(Bureau de Musique)
Leipzig.1

franco.


Cassel den 29ten Juni
22.

Geliebter Freund,

Haben Sie herzlichen Dank für die gütige Besorgung des Geldes an Streicher. Das Pianoforte ist gestern glücklich angekommen und gefällt uns allen sehr wohl.
Das Textbuch zum Faust kann ich Ihnen leider nicht schicken, da ich nur ein einziges besitze und wir jezt aber anfangen die Oper für die August-Messe einzuüben. Die Stimmen der neuen Quartetten werde ich Ihnen aber Montag mit der Post übersenden; nur errinnere ich dabey daß der Stecher die Stricharten und den Fingersatz durchaus nach der Partitur machen muß, indem der Copist es damit eben nicht streng genommen hat. Im Übrigen sind sie richtig. Doch soll der Correkt[or] ja nach der Partitur korrigiren. – Es fällt mir eben ein, daß ich vergessen habe, die Tempi nach Pendelläng[e] zu bezeichnen. Dieß soll auf dem Stich noch geschehen und ich bitte es auch auf die Platten übertragen zu lass[en.]
Herzliche Grüße von uns allen.
Mit wahrer Freundschaft stets

der Ihrige
Louis Spohr.

Erwähnte Personen: Streicher, Andreas
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Faust
Spohr, Louis : Quartette, V 1 2 Va Vc, op. 58
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1822062920

http://bit.ly/2hr32eY

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Peters an Spohr, 20.06.1822. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Peters, 25.08.1822.

[1] Auf dem Umschlag des Briefes befindet sich von anderer Hand noch der Eingangsvermerk des Verlags: „1822 / 29 July. / 3 / Cassel / Spohr”.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (12.12.2016).