Autograf: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig (D-LEsta), Sign. 21070 C. F. Peters, Leipzig, Nr. 850, Bl. 71

Sr. Wohlgeb.
Dem Herrn C. F. Peters
(Bureau de Musique)
in
Leipzig.

franco.1


Frankfurt den 20sten
Juni 1819.

Geehrter Freund,

Ich ersuche Sie beyliegende Anonce in die Intelligenz-Blätter der Musik. Zeitung und der Zeitung für die elegante Welt so bald wie möglich einrücken zu lassen.2 Die Auslagen dafür werden Sie mir dann gefälligst berechnen. – Da ich sehr wünschte, daß die Oper, die hier so viel Glück macht, auch von den Leipzigern gehört würde3, so würden Sie mich doppelt verbinden, wenn Sie den Hofrath Küstner auf die Anonce aufmerksam machten.
Wie steht es mit den Quartetten und dem Portrait? wird beydes nicht bald vollendet seyn?4 es ist hier schon viel Nachfrage danach.
Ohnlängst hat mich Hr. Hofrath Rochlitz mit einigen Zeilen erfreuet5, die mir Herr Fürst der hier Gastrollen singt6, überbracht hat. Er fragt unter andern bey mir an, ob ich nicht bald einmal nach Leipzig kommen würde. So[llten] Sie ihn sehen, so bitte ich mich ihm zu empfehlen und ihm zu sagen, daß ich best[immt] im Anfange des November in Leipzig eintreffen würde.7
Indem ich mich sehr darauf freue, Sie als dann zu sehen, bitte ich um die Fortdauer Ihrer Freundschaft und grüße Sie herzlich

der Ihrige
Louis Spohr

Erwähnte Personen: Fürst, Georg
Küstner, Karl Theodor von
Rochlitz, Friedrich
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Quartette, Vl 1 2 Va Vc, op. 45
Spohr, Louis : Zemire und Azor
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Leipzig
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Frankfurt am Main>
Stadttheater <Leipzig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1819062020

http://bit.ly/2dFhrlr

Spohr



Der letzte erschlossene Brief dieser Korrespondenz ist Peters an Spohr, 01.05.1819. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Peters, 24.08.1819.

[1] Über dem Adressfeld befindet sich von anderer Hand der Eingangsvermerk des Verlags: „1819 / 20 Jun / 4 Jul / Frkt / Spohr.“

[2] Vgl. „Ankündigung”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 21 (1819), Intelligenz-Blatt S. 18.

[3] Die Leipziger Erstaufführung von Spohrs Oper Zemire und Azor fand im April 1820 statt („Leipzig“, in: Allgemeine musikalische Zeitung 22 (1810), Sp. 251ff.).

[4] Die Quartette op. 45 erschienen noch im gleichen Jahr bei Peters in Leipzig, allerdings ohne das Portrait.

[5] Dieser Brief ist derzeit verschollen.

[6] Vgl. „Frankfurt am Mayn, im September”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 21 (1819), Sp. 695-698, hier Sp. 697.

[7] Spohr konzertierte am 29.11.1819 in Leipzig (vgl. „Musik in Leipzig”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 22 (1820), Sp. 22-31 und 41-49, hier Sp. 46; Louis Spohr, Lebenserinnerungen, hrsg. v. Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 2, S. 62, Text mit fehlerhafter Paginierung auch online).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (04.10.2016).