Autograf: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (D-DSsa), Sign. D 8 Nr. 127/4

Durchlauchtigster Großherzog1
Gnädigster Herr!

Da meine Frau und ich vor 8 Jahren so glücklich waren von Ew. Königl. Hoheit gehört und mit Dero gnädigem Beyfall beehrt zu werden2, so wünschten wir bey unserm jetzigen Hierseyn einer gleichen Gnade theilhaft zu werden um Ew. Königl. Hoheit, einem so feinen Kenner der Tonkunst, Proben unsers Fortschreitens in derselben vorlegen zu können.
Wir wagen es daher Ew. Königl. Hoheit um die gnädigste Erlaubniß unterthänigst zu bitten: unsere geringen Talente bey Hofe produciren, oder im Concert veranstalten zu dürfen in welchem letzteren Falle wir zugleich Ew. Königl. Hoheit um die gnädigste Erlaubniß zur Mitwürkung der Großherzogl. Chapelle unterthänigst bitten

Ew. Königl. Hoheit
unterthänigster Diener
Louis Spohr.

Darmstadt den 29sten
Januar 1816.

Erwähnte Personen: Spohr, Dorette
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Darmstadt
Erwähnte Institutionen: Hofkapelle <Darmstadt>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1816012927

http://bit.ly/2DYcIcu

Spohr



Der nächste Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Großherzog Ludwig, 08.10.1823.

[1] Über der Anrede Aktennotiz von anderer Hand: „Ist abgelehnt worden. / Darmstadt d. 29sten Jan. 1816.“
Allerdings konzertierte das Ehepaar Spohr statt im Theater im Konzertsaal (vgl. Hermann Knispel, Das großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt von 1810-1890. Mit einem geschichtlichen Rückblick auf die dramatische Kunst zu Darmstadt von 1567-1810, Darmstadt 1891, S. 43, Anm. 1).

[2] Vgl. ebd.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (19.01.2019).