Autograf: nicht ermittelt
Inhaltsangabe: [Ernst Ludwig] Gerber, „Sondershausen”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 11 (1809), Sp. 413-416 und 422-430, hier Sp. 423f.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Konzerte, Klar Orch, op. 26
Erwähnte Orte: Sondershausen
Erwähnte Institutionen: Hofkapelle <Sondershausen>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1809022013

http://bit.ly/2eN5MT8

Spohr



Dieser Brief ist der früheste belegte Brief dieser Korrespondenz. Nachdem Ernst Ludwig Gerber über ein Konzert in Sondershausen unter Mitwirkung von Spohr berichtet hat, ergänzt er: „Was diesen Triumph des würdigen Künstlers noch verschönerte, war, dass von seiner und seiner Herren Begleiter Seite, hier alles aus Freundschaft und Gefälligkeit geschahe, und dass er drey Wochen später, von Gotha aus, die so eben fertig gewordene Partitur eines, seit seiner Zurückkunft, für unsern Hermstedt geschriebenen Konzert für die Klarinette, schickte, mit der Bitte, es sogleich ausschreiben zu lassen, zu studiren, und dann in Gotha aufzuführen” (Sp. 423f.).
Gerbers zeitgenössische Darstellung widerspricht Spohrs eigener, viel späterer Darstellung, derzufolge er das fertige Konzert Ende Januar 1809 bereits nach Sondershausen mitgebracht habe (Louis Spohr, Lebenserinnerungen, hrsg. v. Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 1, S. 121f., Text mit fehlerhafter Paginierung auch online; ders., Louis Spohr’s Selbstbiographie, Bd. 1, Kassel und Göttingen 1860, S. 133; Bert Hagels, der uns freundlicherweise auf diesen Briefbeleg aufmerksam machte, wies bei dieser Gelegenheit auch auf diesen Widerspruch hin).
Da Gerber das Konzert in Sondershausen auf Ende Januar datiert (Sp. 413), dürfte der Brief demnach drei Wochen später, also in der zweiten Februarhälfte entstanden sein.
Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Hermstedt, 26.09.1809.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (26.10.2016).